inszeniert den wald 
zum erlebnis

Herbert rudolf - hüter des waldes

Was macht einen Wald zum Weltwald und was gibt es auf dem Walderlebnispfad alles zu entdecken? Wir besuchen Herbert Rudolf, den Initiator und Leiter des Landesarboretums Weltwald und verantwortlich für das Forstrevier Freising.

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Lust auf eine welt-wald-reise?

Impressionen vom Weltwald Freising © Peter von Felbert und Anja Reinhardt

Ohne Flugzeug und ohne großes Gepäck die Flora der ganzen Welt erleben? Ein Reisetraum, der in der Region Freising wahr wird. Hier können Gäste zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Welt bereisen: Amerika, Asien und Europa an einem Tag – wie und wo ist das möglich?

Im Kranzberger Forst zwischen Freising und Allershausen ragen Bäume aus allen Herren Ländern gen weiß-blauen Himmel. An einem Tag können Besucher Bäume und Sträucher aus den Rocky Mountains, dem Himalaya oder des Orients erkunden.

Überblick: Der Weltwald in Zahlen:

400 Baum- und Straucharten wachsen im Bayerischen Landesarboretum auf ...
100Hektar verteilt, die ...
24Stunden für Besucher geöffnet sind und auf ...
4informativen Themenpfaden etwa  ...
15 bis 50Minuten durch ...
3Kontinente – Amerika, Europa, Asien – führen und in …
3„Gärten der Kontinente“ Raum zum Genießen und Entspannen bieten.

Neben bestens markierten Themenpfaden und Informationstafeln gibt es auch:

  1. Eine Weltwald-App für mobile Android-Geräte, mit der sich jeder auf eigene Faust durch den Weltwald navigieren und sich über alle Baumarten informieren kann.
  2. Ein Veranstaltungsprogramm, das durch den Kreis der Jahreszeiten führt.
Informationstafel im Weltwald im Kranzberger Forst bei Freising

"Inszenierung" des weltwaldes 

Auf rund hundert Hektar des Kranzberger Forstes finden sich Bäume aus aller Welt. Man spricht auch vom Bayerischen Landesarboretum.

Wie gedeiht eine Zeder aus dem Libanon auf Freisinger Waldboden und wie fühlt sich die japanische Schirmtanne zwischen dem in Bayern beheimateten Gehölz? „Die allermeisten brauchen intensive Pflege, sonst würden sie in der Konkurrenz mit heimischen Baumarten untergehen“ , erklärt Herbert Rudolf, der Leiter des Landesarboretums und verantwortlich für das Forstrevier Freising. „Es existieren Aufzeichnungen, die verraten, daß man schon 
in den Jahren um 1890 herum begonnen hat, Exoten zu pflanzen.“

Aber erst hundert Jahre später entschloss man sich für den Hochschulcampus Weihenstephan ein richtiges Arboretum anzulegen. 1987 begannen die ersten Pflanzungen im Umfeld der alten Oberberghauser Kirche, wo man bereits einige stattliche Altexoten bewundern konnte. Seither wächst der Wald.

Herbert Rudolf - Initiator und Regisseur
Herbert Rudolf, Hüter des Waldes, hatte in den letzten Jahren ein besonderes Augenmerk auf Ästhetik und Gestaltung und machte das Arboretum dadurch für eine breite Öffentlichkeit interessant. Die räumliche Abfolge der Pflanzflächen, Info-Pavillons, anschauliche Beschilderung, lauschige Ruheplätze und geführte Themenpfade, alles ist durchdacht und mit Gespür und Know-how angelegt. 

Auch wenn die Bäume selbst schon Kunstwerke der Natur sind, bereichern Skulpturen von Holzbildhauern das Areal. Ein Highlight für jeden Ausflug in den Weltwald sind die „Gärten der Kontinente“. Sie laden ein zum Verweilen und Spielen. Dabei bieten sie auch Einblicke in die Kultur und Geschichte der drei Baumreiche Nordamerika, Europa und Asien.

Im folgenden Video erklärt Herbert Rudolf mehr über die Besonderheiten des Bayerischen Landesarboretums "Weltwald". 

Im Gespräch mit Herbert Rudolf, dem Initiator und dem Leiter des Bayerischen Landesarboretums "Weltwald". © Peter von Felbert und Anja Reinhardt

Was sind Arboreten?

Arboreten (arbor lat. „Baum“) gibt es seit etwa 150 Jahren, auch mehrere in Deutschland. Im 19. Jahrhundert war es Mode, die exotischen Hölzer aus aller 
Welt vor allem in den Schlossparks anzusiedeln.  

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Walderlebnispfad

Wie in einem lebendig gewordenen Biologiebuch...

Auf dem zwei Kilometer langen Erlebnispfad erfahren große und kleine Besucher an 23 Stationen jede Menge über den Wald. Dazu gehören ein Barfußweg, ein Baumtelefon oder z.B. die Station „Alt- und Totholz voller Leben“. Die herumliegenden Hölzer dort eignen sich hervorragend zum Klettern, während die Erwachsenen die Info-Tafeln studieren und anschließend den kleinen Kletterern erzählen, was es mit dem Totholz im Wald auf sich hat. 

Eine ganz besondere Station ist das Waldlabyrinth: Zwischen hohen Hecken zum Mittelpunkt zu gelangen, ist gar nicht so leicht und ob man dann den gleichen Weg wieder heraus aus dem Labyrinth findet? Am besten selbst ausprobieren und einen Ausflug zum Freisinger Walderlebnispfad einplanen.

Impressionen vom Waldlabyrinth, einer beliebten Station entlang des Walderlebnispfades im Freisinger Forst. © Peter von Felbert und Anja Reinhardt

Los geht es an der Waldgaststätte „Plantage“, die zugleich auch das Ziel des Waldlehrpfades ist. Im Biergarten „Plantage“ können Sie sich mit einem frisch gezapften Bier belohnen, während die Kinder am dazugehörigen Spielplatz den Ausflug ausklingen lassen können. 

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