Erlebnis isar

gebirgs- und voralpenfluss

Der Gebirgs- und Voralpenfluss Isar ist mit 295 Kilometern der viertlängste Fluss Bayerns nach der Donau, dem Inn und dem Main und erstreckt sich vom Karwendelgebirge bis zum Bayerischen Wald. In der Region Freising bietet die Isar einzigartige Naturerlebnisse. In den Isarauen zwischen Freising und Moosburg entdecken Radler und Wanderer eine ursprüngliche Isar – denn hier darf der Fluss wieder seinem natürlichen Lauf folgen. 

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Die Isar früher und heute - im Gespräch mit Robert Forster (Gästeführer Freising) und Anja Aigner (Amt für Naturschutz, Freising).

auf zu alten ufern

Auf der Korbiniansbrücke in Freising stehen die Heiligen der Stadt Spalier, unten drunter schiebt sich die Isar mächtig und breit durch ihr Bett. Am Ufer harren Angler in Shorts und Gummistiefeln aus. Hier schwingen wir uns auf die Räder, um dem Lauf der Isar einige Kilometer flussabwärts zu folgen – und ein verstecktes Naturparadies erkunden: die Isarauen bei Hangenham.

Zwischen Freising und Moosburg liegen rund 18 Kilometer, der Isarradweg verläuft meist parallel zum Fluss. Hohe Bäume säumen den Kiesweg, der nur durch die abfallende Uferböschung vom Wasser getrennt ist. Das ist bis weit zur Flussmitte hin kaum knietief und glasklar. Mit dem Passieren der Stadtgrenze wird das Grün links und rechts des Weges ganz allmählich dichter.

Auf dem Isarradweg zwischen Moosburg und Freising

Zwischen Wildnis und stadt

….liegt kaum eine Autostunde. Viele Jahrzehnte lang wurde die Isar über weite Strecken in ein begradigtes Flussbett gezwungen, zwischen Freising und Moosburg hat man vor einigen Jahren eine Kehrtwende gemacht: Uferbefestigungen wurden entfernt, Deiche zurückverlegt. Bis zu einem Kilometer war das Flussbett einst breit, bei Hangenham sind es heute immerhin wieder einige hundert Meter.  

Hellgrau ist der Kies des Uferstreifens, Gräser und Blumen sprießen darauf, hier und da liegen umgestürzte, knorrige Bäume quer. Die Isar macht eine lange Biegung, reißend und mit eindrucksvoller Kraft fließt der Strom. Breite Kiesbänke trennen kleinere friedlich plätschernde und kaum knöcheltiefe Bächlein ab. Schon nach kurzer Zeit gab es hier wieder sehr viel mehr Arten – darunter einige ganz seltene: Eisvögel und Flussregenpfeifer, Golduferläufer, Kammmolche, Frösche und auch Biber haben den Fluss zurückerobert. Dem Fluss und der Natur ihren Lauf zu lassen, hat sich bereits ausgezahlt.

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